„Wir brauchen Lehrpersonen, die Unterricht nicht als Monolog sehen, sondern als einen Dialog, die immer und immer wieder in Schüler*innen etwas suchen, wovon keiner etwas weiß und woran schon keiner mehr glaubt, die mit Leidenschaft und Kompetenz von ihrem Wissen, aber auch von ihrem Leben erzählen können.“

Klaus Zierer, Erziehungswissenschaftler

 

Arbeit mit den Schülern

Dialogmoderator*innen – unsere Vordenker!

 

Dialogmoderator*innen sind wahre Vordenker! Sie gestalten die politische Bildungsarbeit von morgen und unterstützen Jugendliche bei ihrem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung sowie der gesellschaftlichen und politischen Partizipation.

Über zwei Jahre begleiten sie dafür im Tandem Jugendliche ab der 7. Klasse im regulären Schulunterricht und legen bei ihrer politischen Bildungsarbeit den Fokus gezielt auf einen lebensweltlichen Zugang – anders gesagt: Dialogmoderator*innen leisten wahre Detektivarbeit, wenn es um das Aufspüren der verstecken politischen Interessen ihrer Schüler*innen geht. So wird zum Beispiel aus dem Engagement im Sportverein eine Diskussion über gesellschaftliche Teilhabe und aus dem Streit mit der älteren Schwester ein Austausch über die Unumgänglichkeit von Konflikten, die Notwendigkeit von Kompromissen und dem Verständnis für andere Perspektiven in einer Demokratie.

Themen wie Identität, Heimat, kulturelle Vielfalt, Stereotype, Geschlechterrollen und viele mehr, bieten (nicht nur für unsere Schüler*innen.) Raum, die eigenen Perspektiven zu erweitern, Rollenzuschreibungen zu überwinden und ein erweitertes Reflexionsvermögen zu entwickeln.

Die Arbeits- und Lernerfahrungen die Dialogmoderator*innen durch die Leitung mehrerer Dialoggruppen an verschiedenen Schulen sammeln, werden durch regionale Weiterbildungen und die Teilnahme an einer jährlich stattfindenden Vertiefungsakademie von Dialog macht Schule zusätzlich intensiviert.

↓ Ausbildungsinformationen ↓

 

Rute Yemane – Dialogmoderatorin



 

Wie werde ich Dialogmoderator*in?

Bevor wir mit unseren Schüler*innen in die politische Bildungsarbeit gehen, ist es wichtig, Fähigkeiten wie Perspektivwechsel, inter- (oder auch trans-) kulturelle Sensibilität und den Umgang mit Komplexität selbst immer wieder neu zu ‚trainieren‘ und zu reflektieren.

Im Rahmen einer einwöchigen Ausbildungsakademie, die von uns gemeinsam mit Expert*innen aus den Bereichen Politikdidaktik, Dialog und Pädagogik durchgeführt wird, lernst Du nicht nur wie man aus einer Gruppe junger, herausfordernder Schüler ein Team werden lässt sondern auch, wie Du die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen in den Erzählungen der Schüler aufspüren und sie mit politischen und gesellschaftlichen Themen verbinden kannst.

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Die Ausbildung bietet einen intensiven und praxisorientierten Einstieg in unterschiedliche Themenschwerpunkte – von Diskursen und Methoden politischer Bildung, über den Umgang mit Schulkonflikten und die Schaffung von aktivierenden Lernumgebungen. Sie vermittelt Dir Grundlagen und Kenntnisse auf dem Gebiet der prozess- und kompetenzorientierten Gruppenleitung und umfasst Einheiten von Theorie und Methodik, Selbsterfahrung sowie Praxisbeispiele aus der Gruppenarbeit mit Schülern.

Nach Abschluss der einwöchigen Grundausbildung und Deinem Start an den Schulen wird Deine zweijährige Arbeit fachlich intensiv begleitet. Neben regelmäßigen Hospitationen, Feedback- und Coachinggesprächen mit Deinem*r Schulkoordinator*in und regionalen Fortbildungen bildet die standortübergreifende Vertiefungsakademie nach einem Jahr eine intensive Möglichkeit der Weiterbildung und des Austauschs mit Dialogmoderator*innen bundesweit.